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VA - Online Handbuch

 
 

VA - Virtual Architecture - das Software online Handbuch

Kapitel 9 (Teil 1)

Klicken Sie unten im Inhaltsverzeichnis auf den entsprechenden Link, um die genaue Software Beschreibung zu erhalten.

Kapitel 9 (Teil 1)

9.      RAUMINFOS UND BERECHNUNG NACH DIN277 BZW. II BV

9.1 ERZEUGEN VON RAUMINFOS

9.1.1 Schlüsselwörter in Vorlagendateien

9.1.2 Schleifen in den Rauminfovorlagen

9.1.3 Bedeutung der Spezialisierer

9.1.4 Bedeutung von [ART]

9.1.5 Schachtelung von Schleifen und Hierarchien

 

9.  RAUMINFOS UND BERECHNUNG NACH DIN277 BZW. II BV

Sie können in VA - Virtual Architecture prof. für Ihre aktuelle Planung Informationen oder auch Berechnung der Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken nach DIN 277 Teil 1 und 2 sowie nach der zweiten Berechnungsverordnung (BGB1 I S. 2178) durchzuführen und als formatierte Textdatei erzeugen lassen. Diese können Sie anschließend z. B. mit Microsoft Word für Windows (ab Version 7.0) oder einem anderen Textverarbeitungsprogramm, das RTF-Dateien einlesen kann, bearbeiten. Zum Lieferumfang von VA - Virtual Architecture prof. gehört das Microsoft-Programm Word Viewer, mit dem Sie diese Rauminfos zwar betrachten und ausdrucken, aber nicht verändern können.

9.1 ERZEUGEN VON RAUMINFOS

Zum Erzeugen von Rauminfos dient das Menü Rauminfo, das Sie sowohl im Konstruktions- als auch im Designmodus wählen können. Das Menü selbst be­steht aus zwei Teilen.

Fig 9.1 Rauminfo

Im oberen Teil erscheint eine Liste der vordefinierten Vorlagen. Im unteren Teil können Sie eine eigene Vorlage verwenden. Wie Sie eine solche Vorlage definieren, finden Sie im nächsten Abschnitt.

Wenn Sie eine der vordefinierten Vorlagen verwenden, indem Sie diese im Menü anklicken, erscheint als erstes eine Dialogbox zum speichern der Dateien, in der Sie den Dateinamen der zu generierenden Rauminfo angeben. Anschließend erzeugt VA - Virtual Architecture prof. diese Rauminfo und öffnet danach ein Textverarbeitungsprogramm, in dem diese Rauminfo direkt angezeigt wird. Welches dieses Programm ist, hängt davon ab, welches Textverarbeitungsprogramm auf Ihrem Rechner für Dateien mit der Endung .RTF registriert ist. Wenn bei der Installation von VA - Virtual Architecture prof. noch keine entsprechende Registrierung existiert, wird das Programm Word Viewer installiert und dann hier entsprechend gestartet - andernfalls wird z. B. Word für Windows gestartet. Sie können dann in diesem Texteditor z. B. die angezeigte Rauminfo ausdrucken oder sie auch überarbeiten.

VA - Virtual Architecture prof. verwendet zum Erstellen von Rauminfos und Raumbüchern so genannte Rauminfovorlagen, die dann bei der Erzeugung interpretiert werden. Durch Verändern dieser Vorlagen können Sie das Aussehen in weiten Grenzen selbst definieren, um so z. B. Ihren eigenen Briefkopf oder ähnliches direkt in die Vorlage aufzunehmen.

Um einen Überblick zu erhalten, wie die vordefinierten Rauminfovorlagen wirken, laden Sie am besten eines der VA - Virtual Architecture  Beispielprojekte und erzeugen dann mit Hilfe der vordefinierten Vorlagen eigene Rauminfos.

Sie haben als Anwender die Möglichkeit, eigene Vorlagen zu generieren, um die Rauminfo-Dateien nach Ihrem Geschmack zu gestalten. Dieses Gestalten verlangt von Ihnen allerdings gute Kenntnisse in Microsoft Word für Windows (ab Version 7.0), mit dem Sie die Vorlagendateien erstellen müssen. Sie können aber auch einfach die Vorlagendateien verwenden, die zum Lieferumfang von VA - Virtual Architecture prof. gehören. Erst dann, wenn diese nicht mehr ausreichen, können Sie eigene definieren oder auch die vorhandenen nach Ihren Wünschen verändern.

Die folgende Beschreibung wendet sich an geübte Microsoft Word-Benutzer, die am besten schon mal ein kleines Programm in WordBasic oder einer anderen Programmiersprache geschrieben haben.

Vorlagendateien sind, wie die von VA - Virtual Architecture prof. aus diesen Dateien generierten Rauminfos, RTF-Dateien und können z. B. mit Word für Windows erzeugt werden.

Eine für VA - Virtual Architecture prof. geeignete Rauminfovorlagendatei ist im Prinzip eine ganz normale Textdatei mit einigen speziell markierten Schlüsselwörtern. Diese Schlüsselwörter werden beim Interpretieren durch VA - Virtual Architecture prof. ausgewertet und ggf.

durch entsprechende Texte ersetzt. Dabei bleiben sämtliche Formatierungen der Vorlagendatei erhalten, so dass durch Formatieren der Vorlagendatei das Ergebnis formatiert werden kann.

Hinweis: Beim Speichern aus Word für Windows sollten Sie nie vergessen, das entsprechende Format (RTF) anzugeben!

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9.1.1 Schlüsselwörter in Vorlagendateien

Von VA - Virtual Architecture prof. interpretierte Schlüsselwörter beginnen grundsätzlich mit einem @, gefolgt von einem Bezeichner, der, ggf. durch einen Punkt getrennt, durch einen "Spezialisierer" genauer gekennzeichnet wird. Optional folgt dann noch eine Formatangabe für die Ausgabe.

VA - Virtual Architecture prof. unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinbuchstaben. Beliebige Kombinationen sind möglich. Für die verschiedenen Schlüsselwörter sind einige Varianten möglich. Beispielsweise kann statt @FürErstes auch @FürErsten geschrieben werden.

Werden Schlüsselwörter von VA - Virtual Architecture prof. zum Erzeugen der Rauminfo durch Werte ersetzt, so bleibt die Formatierung der Schlüsselwörter erhalten. Ist z. B. das Format für das Schlüsselwort @Raum. Fläche "10pt, Fett, Kursiv, Arial", so wird VA - Virtual Architecture prof. den entsprechenden Wert in genau dieser Formatierung setzen. Auch Formatierungen wie "rechtsbündig", "linksbündig", und ähnliches bleiben erhalten.

Hinweis: Damit VA - Virtual Architecture prof. Schlüsselwörter erkennt, muss das gesamte Schlüs­selwort das gleiche Format haben. Für das erwähnte Beispiel wäre eine Forma­tierung wie @Raum. Fläche also unzulässig.

Soll direkt hinter einem Schlüsselwort Text erscheinen, so kann dies zur Folge haben, dass das Schlüsselwort nicht mehr erkannt wird. Hier hilft entweder das Verändern des Formats des Schlüsselworts oder das Hinzufügen eines "]" direkt nach dem Schlüsselwort. Dieses "]" wird überlesen, dient aber als Trenn­zeichen.

Beispiel 1: @FürAlle.RäumeRaum @Raum.Name ...

Dieses Beispiel ist falsch, da RäumeRaum ein ungültiges Schlüsselwort ist.

Beispiel 2: @FürAlle.Räume Raum @Raum.Name ...

Dieses Beispiel ist korrekt, da Räume und Raum durch einen Formatunterschied getrennt sind.

Beispiel 3: @FürAlle.Räume] Raum @Raum.Name ...

Das letzte Beispiel ist ebenfalls richtig, ] erscheint nicht in der Rauminfo.

9.1.2 Schleifen in den Rauminfovorlagen

In VA - Virtual Architecture prof. "leben" Rauminfovorlagen im Wesentlichen durch die Definition von Schleifen. So können z. B. alle Räume eines Geschosses getrennt aufgeführt werden, was mit Hilfe einer Schleife geschieht. Grundsätzlich hat eine Schleife einen Anfang sowie ein genau dazu passendes Ende. Mögliche Schlüsselwörter für den Anfang einer Schleife sind:

@FürAlle

@FürAktuelles

@FürAlleOhneLetztes

@FürAlleOhneErstes

@FürAlleOhneEnden

@FürErstes

@FürLetztes

Die Bedeutung dieser Schlüsselwörter sollte intuitiv klar sein. @FürAlleOhneEnden entspricht einer Kombination aus @FürAlleOhneErstes und @FürAlleOhneLetztes.

@FürAktuelles entspricht dem gerade im Projekt markierten Element (z. B. einem Raum, einem Gebäude, aber auch einem Objekt im Designmodus). Die entsprechenden Schlüsselwörter für das Ende einer Schleife sind:

@EndeFürAlle

@EndeFürAktuelles

@EndeFürAlleOhneLetztes

@EndeFürAlleOhneErstes

@EndeFürAlleOhneEnden

@EndeFürErstes

@EndeFürLetztes

Hinter den hier aufgeführten Schlüsselwörtern muss spezifiziert werden, wofür eine Schleife durchlaufen werden soll. Diese Angaben werden durch einen Punkt von den oben genannten Schlüsselworten getrennt. Mögliche Werte sind:

Grundstück

Grundstücksbereich

Wohnung

Umschließung

Raum

Wandseite

Fenster

Tür

Stütze

Schornstein

Objekt

Das Ende einer Schleife muss mit dem gleichen Schlüsselwort versehen werden.

Tipp: Sie können die Schlüsselwörter für Schleifenanfang und ende "unsichtbar" formatieren. Damit erhalten Sie eine bessere Übersichtlichkeit bei der Formatierung der Vorlage.

 Die Aufzählungsart @FürLetztes..EndeFürLetztes wird kein Mal durchlaufen, wenn von der spezifizierten Art kein oder nur ein Element definiert ist. Diese Tatsache können Sie ausnutzen, wenn Sie bestimmte Werte nur ausgeben wollen, wenn mehr als ein Element definiert ist. In den mitgelieferten Vorlagen für die Wohnflächenberechnung nach DIN277 wird dieser "Trick" häufig verwendet.

Für Schleifen über Umschließungen kann direkt hinter dem Schlüsselwort Umschließung angegeben werden, welche der möglichen Umschließungsarten und ggf. auch, welche Nutzungsarten verwendet werden sollen. Hierzu dient ein optionaler Ausdruck [ART], der weiter unten in einem gesonderten Abschnitt erläutert wird.

Innerhalb einer Schleife können gewisse "Variablen" verwendet werden, die beim Interpretieren von VA - Virtual Architecture prof. durch echte Werte ersetzt werden. Im Gegensatz zu den Schlüsselwörtern für Schleifen, die in der Rauminfo dann nicht mehr zu sehen sind, erfolgt also für diese "Variablen" eine Er­setzung als Text; es wird der aktuelle Wert eingetragen. Hier macht auch die bereits oben erwähnte Formatierung von Schlüsselwörtern Sinn. Die Liste der "Variablen", die ersetzt werden, besteht aus den folgenden Worten.

@Grundstück

@Grundstücksbereich

@Wohnung

@Umschließung

@Gebäude

@Geschoß

@Raum

@Wandseite

@Fenster

@Tür

@Stütze

@Schornstein

@Objekt

Zu den gerade aufgeführten "Variablen" gehören noch Spezialisierer, die ange­ben, was von dieser Variable tatsächlich verwendet werden soll. Im Einzelnen sind dies:

"Variable"                                         Mögliche Spezialisierer

@Grundstück                INFO, BODENWERTE,

AnzahlGrundstücksbereiche, AnzahlGebäude

@Grundstücksbereich     INFO, BODENWERTE

@Wohnung                                         INFO, [ART]ANZAHL, [ART]RAUMWERTE

 

@Umschließung           [ART]ANZAHL, [ART]RAUMWERTE,

Flächenart,Umschließungsart

@Gebäude                                          INFO, GESCHOSSWERTE, [ART]ANZAHL, [ART]RAUMWERTE

@Geschoß                                          INFO, GESCHOSSWERTE, Höhe, Niveau, Außenputzstärke, Außenputzbezeichnung [ART]ANZAHL, [ART]RAUMWERTE

@Raum                                                   [ART] INFO, [ART] RAUMWERTE,

[ART] Putzstärke,

[ART] Putzbezeichnung,

[ART] Nutzflächenart, [ART] Nutzflächennummer,

[ART] Nutzflächenbezeichnung, [ART] Umschließungsart

@Wandseite                                       Nummer, Länge, Material,

WANDWERTE

@Fenster                                            INFO, Breite, Höhe,Fläche, Brüstungshöhe

@Tür                                                     INFO, Breite, Höhe, Fläche

@Stütze                                     INFO, Länge, Breite, Höhe

@Schornstein                                   INFO, Länge, Breite, Höhe

@Objekt                                               INFO, Anzahl,  Stückpreis,Preis,Hersteller, Bestellnummer

Hierbei kann INFO einen der folgenden Werte annehmen:

Name, Bemerkung, Nummer

Für BODENWERTE können folgende Schlüsselwörter verwendet werden: Umfang, FormelUmfang, Fläche, FormelFläche

Für GESCHOSSWERTE sind folgende Varianten möglich:

Bruttorauminhalt, FormelBruttoRauminhalt, Bruttogrundfläche, FormelBruttoGrundfläche, Konstruktionsfläche

ANZAHL entspricht einem der folgenden Werte:

AnzahlGebäude, AnzahlWohnungen, AnzahlUmschließungen, AnzahlGeschosse, AnzahlRäume

Für RAUMWERTE sind folgende Werte möglich:

Bodenfläche, FormelBodenfläche, Deckenfläche, FormelDeckenfläche, Umfang, FormelUmfang, Volumen, FormelVolumen, AnzahlSchornsteine, AnzahlStützen, AnzahlObjekte, AnzahlWände, NutzungIIBV, WANDWERTE (s.u.)

Schließlich können für WANDWERTE folgende Werte verwendet werden:

Wandfläche, FormelWandfläche, Fensterfläche,

FormelFensterfläche, Türfläche,

FormelTürfläche, AnzahlFenster, AnzahlTüren

Für [ART], dessen Funktionalität im folgenden Abschnitt beschrieben ist, und der zwischen "Variable" und Spezialisierer, durch einen Punkt getrennt, geschrieben wird, sind folgende Werte möglich:

A, B, C, HNF, HNF1, HNF2, HNF3, HNF4, HNF5, HNF6, NNF, FF, VF, X, K150, KMin, GMin, KMax, GMax, ZMinMax, IIBV

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9.1.3 Bedeutung der Spezialisierer

Je nachdem, für welche "Variablen" die im vorigen Abschnitt aufgelisteten Spezialisierer verwendet werden, haben diese verschiedene Bedeutung. So gibt z. B. Raum. Name den Namen des verwendeten Raums aus, Geschoß. Name den Namen des Geschosses. Die meisten verwendeten Spezialisierer sollten durch ihre Bezeichnung selbsterklärend sein. Die Werte, durch die sie beim Erstellen der Berechnung nach DIN 277 ersetzt werden, entsprechen i.a. den Werten, die in VA - Virtual Architecture in den zugehörigen Dialogboxen für sie eingegeben wurden.

9.1.4 Bedeutung von [ART]

Einige der oben beschriebenen Spezialisierer können ihrerseits weiter eingeschränkt werden. Zu denen, die weiter eingeschränkt werden können, gehören all diejenigen, denen in obiger Auflistung eine [ART] vorangestellt ist. Die eckige Klammer um ART soll andeuten, dass diese zusätzliche Einschränkung optional ist.

Die möglichen Werte von ART beziehen sich bis auf eine Ausnahme (K150, s.u.) auf die Nutzungs- und Umschließungsart von Räumen nach DIN277. Wird eine der möglichen Varianten zwischen "Variable" und Spezialisierer gestellt, so bewirkt sie, dass beim Errechnen der auszugebenden Werte nur solche Teile aus VA - Virtual Architecture verwendet werden, die die entsprechende Einschränkung erfüllen.

Es werden also bei der Berechnung nur solche Räume oder in der Hierarchie (siehe folgender Abschnitt) "unter" Räumen definierte Elemente (z. B. Fenster von Räumen) verwendet, für welche die entsprechende Einschränkung definiert ist.

Beachten Sie, dass nur solche "Variablen" mittels ART subspezifiziert werden können, die sich in der Hierarchie "über" Räumen befinden, also @Wohnung,@Umschließung, @Gebäude und @Geschoß. Der Grund ist offensichtlich: Für alle Hierarchiestufen unterhalb ist eine genauere Spezifizierung nicht notwendig und nicht möglich, da durch die Einstellungen für den Raum die Werte bereits genau definiert sind.

Wird ein Raum, der durch einen Eintrag von [Art] "zurückgestutzt" wird, in einer übergeordneten Schleife - die ebenfalls eine Einschränkung benutzt, die der des Raumes aber widerspricht - verwendet, ergibt sich für die entsprechenden Raumwerte 0 bzw. "undefiniert". Sie sollten solche Kombinationen vermeiden.

Im einzelnen bedeuten die möglichen Werte von ART

A             Umschließungsart der verwendeten Räume ist Typ a) (allseitig umschlossen und überdacht)

B             Umschließungsart der verwendeten Räume ist Typ b) (nicht allseitig umschlossen, aber überdacht)

C             Umschließungsart der verwendeten Räume ist Typ c) (allseitig von Objekten umgeben, aber nicht überdacht)

HNF       Nutzungsart der verwendeten Räume ist HNF1..HNF6 (die Verwendung der verwendeten Räume ist die einer Hauptnutzfläche)

HNF1     Nutzungsart der Räume ist Hauptnutzfläche 1 nach DIN277

HNF2     Nutzungsart der Räume ist Hauptnutzfläche 2 nach DIN277

HNF3     Nutzungsart der Räume ist Hauptnutzfläche 3 nach DIN277

HNF4     Nutzungsart der Räume ist Hauptnutzfläche 4 nach DIN277

HNF5     Nutzungsart der Räume ist Hauptnutzfläche 5 nach DIN277

HNF6     Nutzungsart der Räume ist Hauptnutzfläche 6 nach DIN277

NNF       Nutzungsart der Räume ist Nebennutzfläche nach DIN277

FF          Nutzungsart der verwendeten Räume ist Funktionsfläche nach DIN277

VF          Nutzungsart der verwendeten Räume ist Verkehrsfläche nach DIN277

X             Nutzungsart der verwendeten Räume ist nicht eingegeben worden, d.h. in der Raumdatendialogbox wurde für die entsprechenden Räume im Register DIN277 unter Nutzflächenart noch keine Angaben vorgenommen.

K150 Bei der Ausgabe von Bodenflächen und zugehöriger Formel (Spezialisierer Bodenfläche und FormelBodenfläche, beide Bestandteile von RAUMWERTE) wird im Normalfall nur der Teil des Raums verwendet, der mindestens 1.50m hoch ist. Wird K150 verwendet, bezieht sich die Bodenfläche auf den verbleibenden Rest des Raums, also auf die Fläche, deren Kopfhöhe kleiner als 1,50 Meter ist. Im Allgemeinen ist diese Unterscheidung bei Räumen mit Dachschrägen wichtig. Es gilt:

@Raum.Bodenfläche+@Raum.K150.Bodenfläche = gesamte Grundfläche des Raums.

KMin, GMin, KMax, GMax, ZMinMax

Die Funktion dieser "Einschränker" ist im Prinzip die gleiche wie die von K150. Es werden lediglich andere Regeln beim Berechnen von Bodenfläche bzw. FormelBodenfläche verwendet. Hierbei werden insbesondere die Einstellungen, die Sie im Tabulator II.BV der Dialogbox Rauminfo/Din277/II.BV  vorgenommen haben, verwendet. Im Einzelnen gilt:

KMin: Anstatt wie bei K150 nur die Flächen zu berücksichtigen, deren Kopfhöhe kleiner 1.50 Meter ist, wird bei KMin als Grenzhöhe die Höhe der unteren Höhenlinie verwendet. Der Gewichtungsfaktor wird nicht berücksichtigt.

GMin: wie KMin, nur dass für GMin die Fläche mit einer lichten Höher größer der unteren Höhenlinie verwendet wird.

KMax, GMax: Wie KMin und GMin, jedoch bezogen auf die obere Höhenlinie.

ZMinMax: Benutzen Sie diese Einschränkung, werden nur die Anteile der Bodenfläche verwendet, für die der Raum eine lichte Höhe hat, die zwischen der Höhe von unterer und oberer Höhenlinie liegt.

IIBV Das Verwenden von IIBV als Einschränkung führt dazu, dass bei der Ausgabe von BodenFläche und FormelBodenfläche sämtliche Regeln, die Sie in der Dialogbox Rauminfo/Din277/ II.BV eingestellt haben, verwendet werden. Letztlich werden Sie II.BV verwenden, um Rauminfos aufgrund der zweiten Berechnungsverordnung zu erzeugen.

Die einzelnen Varianten von ART können auch kombiniert werden. Hierzu ist es lediglich nötig, sie jeweils durch einen Punkt getrennt hintereinander zu schreiben. Die aufgelisteten Bedingungen müssen dann gleichzeitig erfüllt sein. Sollen also z. B. lediglich Räume eines Geschosses verwendet werden, deren Umschließungsart der Typ a) ist und die als Nutzungsart HNF1 besitzen, so kann dies mit einem Befehl der Art @Geschoß.A.HNF1. Spezifizierer erfolgen. Hierbei macht allerdings nur eine Kombination aus verschiedenen Gruppen von ART Sinn, da sich Kombinationen aus derselben Gruppe gegenseitig ausschließen. Ein Beispiel für eine unsinnige Kombination wäre @Geschoß.A.B. Spezifizier. Die Elemente der folgenden Gruppen dürfen nicht miteinander kombiniert werden:

Gruppe 1: Gruppe 2:

 

Gruppe 3:

A, B und C

HNF, HNF1, HNF2, HNF3, HNF4, HNF5, HNF6, NNF, FF, VF, und X

K150, KMin, GMin, KMax, GMax, ZMinMax und IIBV

Die folgenden Beispiele sollen die Verwendung von ART etwas verdeutlichen: @Geschoß.HNF1.AnzahlRäume gibt die Anzahl der Räume des Geschosses, die als Nutzungsart HNF 1 haben, aus.

@Gebäude.FF.K150.Bodenfläche gibt die Fläche eines Gebäudes aus, die in Räumen mit der Nutzungsart Funktionsfläche eine Raumhöhe kleiner 1 .50m hat.

@Wohnung.A.HNF.AnzahlRäume liefert die Anzahl der Räume der Wohnung, die allseitig umschlossen und überdacht sind und für die als Nutzungsart HNF1,2,3,4,5 oder 6 definiert ist. Wie bereits im Abschnitt "Schleifen in den Rauminfovorlagen" angedeutet, kann für eine Schleife über Umschließungen ebenfalls mit Hilfe der Subspezifizierer aus ART eingeschränkt werden. So hat die Befehlsfolge:

@FürAlle.Umschließungen.A

  @FürAlle.Räume

....@Raum.Name

  @EndeFürAlle.Räume

@EndeFürAlle.Umschließungen

zur Folge, dass, getrennt nach Nutzungsart, sämtliche Räume mit der Umschließungsart A ausgegeben werden.

Beachten Sie, dass für das Ende der Schleife über die Umschließungen die ART nicht erneut angegeben werden darf. Genauso wie für die subspezifizierten "Variablen" kann auch für die Subspezifizierung von Umschließungen -Schleifen eine Mehrfachangabe erfolgen, wobei dieselben Einschränkungen für die Kombination der Subspezifizierer gelten. Ersetzen     der erste Zeile des Beispiels durch: @FürAlle.Umschließungen.A.HNF1 würde also z. B. dazu führen, dass sämtliche Räume mit der Umschließungsart A und der Nutzungsart HNF1 ausgegeben werden.

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9.1.5 Schachtelung von Schleifen und Hierarchien

Es ist möglich, unter Beachtung von bestimmten Rahmenbedingungen Schleifen ineinander zu schachteln. So kann z. B. eine Schachtelung der Art

@FürAlle . Geschosse

  @FürAlle . Räume

    @Raum. Bodenfläche o.ä.

..........

  @EndeFürAlle . Räume

@EndeFürAlle . Geschosse

sinnvoll dafür genutzt werden, um nach Geschossen aufgeschlüsselt, sämtliche Räume auszugeben. Dabei können nach dem Beginn der Geschoßschleife einige Angaben erfolgen; diese werden dann in der Rauminfo entsprechend vor der Liste aller Räume ausgegeben.

Bei der Schachtelung von Schleifen muss die folgende Hierarchie eingehalten werden:

So können also z. B. in einer Schleife über alle Räume keine Schleifen für alle Geschosse definiert werden. Umgekehrt ist dies möglich. Um bestimmte Schlei­fen zu starten, ist es nicht notwendig, alle übergeordneten Schleifen zu definie­ren. So ist es z. B. möglich, alle Wandseiten eines Gebäudes auszugeben, ohne Schleifen für Geschosse und Räume zu starten.

Ebenso ist es z. B. möglich, alle Türen eines Geschosses oder auch eines gesamten Projektes auszugeben. Die entsprechende Konstruktion für die Ge­schosse sähe wie folgt aus:

@FürAlle.Geschosse

  @FürAlle.Türen

    @Tür.Höhe

    .....

  @EndeFürAlle.Türen

@EndeFürAlle.Geschosse

Für die Türen des gesamten Projekts wäre die Schleife:

@FürAlle.Türen

  @Tür.Höhe

@EndeFürAlle.Türen

Besondere Bedeutung kommt den Schleifen über Umschließungen und Wohnungen zu. Im Gegensatz zu den anderen Leveln ist ihre Position nicht fest. Wie aus obiger Abbildung zu erkennen, können sie vor einer Schleife über Gebäude, Geschosse oder Räume begonnen werden. Innerhalb einer Schleife über Umschließungen darf allerdings keine weitere Schleife über Umschließungen geöffnet werden. Gleiches gilt für Wohnungen.

Folgende Beispiele sind also möglich:

Beispiel 1:

@FürAlle.Umschließungen

   @FürAlle.Geschosse

Räume des Geschosses "[@Geschoß.Name]" mit der

Umschließungsart [@Umschließung.Umschließungsart]:

@FürAlle.Räume

      @Raum.Name

@EndeFürAlle.Räume

   @EndeFürAlle.Geschosse

@EndeFürAl le.Umschließungen

Beispiel 2:

@FürAlle.Geschosse

  @FürAlle.Umschließungen

Räume mit der Umschließungsart

@Umschließung.Umschließungsart], die sich im Geschoß

"@Geschoß.Name]" befinden:

@FürAlle.Räume

      @Raum.Name

@EndeFürAlle.Räume

  @EndeFürAlle.Umschließungen

@EndeFürAlle.Geschosse

Um die beiden Beispiele zu verdeutlichen, stellen Sie sich vor, sie würden auf ein zweigeschossiges Haus angewendet, wobei sich im Erdgeschoß zwei Räume "Wohnen" und "Schlafen" , jeweils mit der Umschließungsart a, befänden. Im Dachgeschoß gäbe es den Raum "Terrasse" (Umschließungsart b) und den Raum "Kind" mit der Umschließungsart a.

Für Beispiel 1 würde dann folgende Ausgabe erzeugt:

Räume des Geschosses "Erdgeschoß" mit der Umschließungsart a): Wohnen

Schlafen

Räume des Geschosses "Dachgeschoß" mit der Umschließungsart a): Kind

Räume des Geschosses "Erdgeschoß" mit der Umschließungsart b): Räume des Geschosses "Dachgeschoß" mit der Umschließungsart b): Terrasse

Beispiel 2 hätte folgende Ausgabe zur Folge:

Räume mit der Umschließungsart a, die sich im Geschoß "Erdgeschoß" befinden:

Wohnen

Schlafen

Räume mit der Umschließungsart a, die sich im Geschoß "Dachgeschoß" befinden:

Kind

Räume mit der Umschließungsart b, die sich im Geschoß "Dachgeschoß" befinden:

Terrasse

Tipp: Um im obigen Beispiel 1 die Ausgabe der Zeile "Räume des Geschosses "Erdgeschoß" mit der Umschließungsart b):" zu verhindern (für das Erdgeschoß gibt es keinen Raum mit der Umschließungsart b)), ist es sinnvoll, derartige Überschriften in eine @FürErste.xxx, @EndeFürErste.xxx Schleife zu packen. Da diese Schleife nur dann durchlaufen wird, wenn mindestens ein Element des entsprechenden Typs existiert, erfolgt entsprechend auch nur dann die Ausgabe der Überschrift.

Aus der Zeile

Räume des Geschosses "@Geschoß.Name]" mit der

Umschließungsart @Umschließung.Umschließungsart]:

von Beispiel 1 würde dann

@FürErsten.Raum

    Räume des Geschosses "@Geschoß.Name]" mit der

    Umschließungsart @Umschließung.Umschließungsart]:

@EndeFürErsten . Raum

Wie bereits weiter oben erwähnt, kann für Umschließung zusätzlich ein Subspezifizierer angegeben werden. Mit dessen Hilfe ist es dann z. B. möglich, gezielt alle Räume der Nutzungsart HNF1 auszugeben. Die Vorlagen für die Berechnung nach DIN 277, die zum Lieferumfang von VA - Virtual Architecture prof. gehören, machen von dieser Tatsache Gebrauch. Bei der Neuerzeugung von Vorlagen können (und sollten) diese als Beispiele verwendet werden.

 

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